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Wohnungstausch: Der Club der 12.000 - Wie man gratis zu einem Haus auf den Bahamas, einer Villa in Singapur oder zu einem Appartement in Paris kommt.

Das Wiener Pensionistenehepaar Salomon fährt zwei-, dreimal im Jahr auf Urlaub. Mal nach New York, um die Tochter zu besuchen, mal nach Paris, oder, um der Winterkälte zu entkommen, nach Florida. Mal wohnen die Salomons in einem Appartement mitten in Manhattan , mal im Haus des Obersten Richters in Washington. Für Hotels haben sie seit Jahren kein Geld mehr ausgegeben. Salomon, ein pensionierter Dentist, und seine Frau Maria sind nicht reich. Daß sie sich ihre Reiselust leisten können, liegt an einer Einrichtung, die "Wohnungstausch" heißt. Dabei vereinbaren zwei Familien, einander auf Zeit ihre Bleiben - oft auch davor parkendes Autos - kostenlos zu überlassen. Auf dem nordamerikanischen Kontinent hat das "home-swapping" Tradition, in Europa erwärmen sich die Leute erst allmählich für die Idee. Zum einen wird das daran liegen, daß Amis und Kanadier zu ihrem materiellen Eigentum recht locker stehen, während die Euopäer relativ verbissen auf ihren sieben Zwetschgen sitzen. Zum anderen gibt es jenseits des Atlantiks seit gut 25 Jahren Firmen, die Angebot und Nachfrage bündeln, in der Alten Welt haben erst vor zwölf Jahren Vereine damit begonnen. In Österreich ist der Verein "Holiday Service" die nächste Anlaufadresse. Dort werkt Dr. Otto Stebel für seinen Verein. Die Vereinsidylle ist nicht zu unterschätzen. Holiday Service hat sich mit 30 gleichartigen Vermittlern zusammengetan. Die Mehrzahl sitzt in europäischen Ländern, dazu kommen Vereine in den USA und Kanada, Australien und Südafrika. Alle zusammen veröffentlichen jedes Jahr ein Buch, dem die Adressen von 12.000-16.000 Tauschwilligen in 50 Ländern zu entnehmen sind.

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